Das im Baskenland gesprochene Spanisch weist aufgrund des Einflusses des Baskischen einige Besonderheiten auf. Eine davon ist die Verwendung von nicht-standardisiertem Genus (Etxebarria Arostegui, 2007, 2008; Fernández Ulloa, 1997, 2006; Urrutia Cárdenas, 2006), da das Baskische im Gegensatz zum Spanischen (RAE, 2016) kein Genus kennt (Zubiri & Zubiri, 2012). Diese Ausprägung wird in der Regel älteren baskischen Muttersprachlern mit niedrigerem Bildungsniveau zugeschrieben (Fernández Ulloa, 1997). Diese Behauptung wird allerdings nicht von empirischen Studien gestützt. Zur Untersuchung dieser Forschungslücke werden in der vorliegenden Studie drei Datenquellen herangezogen: Gespräche, ein Grammatiktest und ein metasprachlicher Fragebogen. Bildungsniveau und Geschlecht der Teilnehmenden werden dabei als eigenständige Variablen betrachtet. Es wurden zwölf junge baskische Muttersprachler im Alter zwischen 21 und 29 Jahren ausgewählt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Gruppe, die nicht-standardisiertes Genus verwendete, größer ist als von Wissenschaftlern angenommen (Fernández Ulloa, 1997). Die Teilnehmenden benutzten, unabhängig von ihren grammatikalischen Kenntnissen, in Gesprächen nicht-standardisiertes Genus. Zuletzt sind die Teilnehmenden der Meinung, dass die Verwendung von nicht-standardisiertem Genus Teil der Varietät des Spanischen im Baskenland und ihres eigenen Idiolekts ist.
Triangulation der Verwendung des Genus im Spanischen von baskischen Muttersprachlern
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