In dieser explorativen Studie wurde mithilfe einer immersiven Technologie der virtuellen Realität (VR) eine Aufgabe entwickelt, um die interkulturelle Kompetenz von Studierenden zu bewerten. Im Fokus stand die Fähigkeit, in einem interkulturellen Konflikt zu vermitteln. Es nahmen 22 Studierende an der Studie teil, die einen Kurs zur interkulturellen Kommunikation an einer US-amerikanischen Universität belegten. Im Vorfeld absolvierten sie eine Aufgabe zur Konfliktvermittlung mit Hilfe einer VR-Plattform. Diese beinhaltete die folgenden drei Schritte: a) ein Szenario lesen, das eine Konfliktsituation zwischen Personen aus verschiedenen Kulturen beschreibt; b) zwei Personen in einem 360-Grad-VR-Video bei einem Konflikt beobachten; c) den Konflikt an Ort und Stelle durch einen Lösungsvorschlag schlichten. Anschließend besuchten die Teilnehmenden zwei Kurssitzungen (je 75 Minuten), die darauf ausgerichtet waren, ihre Fähigkeiten zur Konfliktvermittlung zu erweitern. Nach den Sitzungen absolvierten sie eine weitere Aufgabe und folgten denselben Schritten wie bei der ersten. Der Vergleich der Leistung vor und nach den Kurssitzungen ließ eine signifikante Verbesserung der Fähigkeiten zur Konfliktvermittlung erkennen, die anhand von fünf Dimensionen bewertet wurden: soziale Initiative, Empathie, Perspektivenübernahme, Lösungsfindung und Klarheit im Diskurs. Die Umfrageergebnisse zeigten, dass die VR-Aufgabe realistische Emotionen durch das Beobachten eines Konflikts hervorrief, was wiederum die Teilnehmenden veranlasste, die Initiative zur Konfliktvermittlung zu ergreifen.
Einsatz von immersiver virtueller Realität für die Bewertung von interkultureller Konfliktvermittlung
Source abstract: Using immersive virtual reality for the assessment of intercultural conflict mediation
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