Die vorliegende Studie ist eine der ersten, bei der die Korrelation von drei Emotionen im Zusammenhang mit Fremdsprachen bzw. dem Fremdsprachenerwerb untersucht werden: nämlich Freude, Angst und Desinteresse. Es ist die erste Studie, bei der untersucht wurde, wie diese drei Emotionen durch eine vom Lernen abhängige Variable, nämlich die Einstellung gegenüber der Fremdsprache, sowie durch zwei Verhaltensweisen der Lehrkraft, nämlich die Häufigkeit des Einsatzes der Fremdsprache im Unterricht sowie die Unvorhersehbarkeit, beeinflusst werden und wie sich diese Faktoren gemeinsam auf die Leistungen beim Erlernen einer Fremdsprache auswirken. Bei den Teilnehmer*innen dieser Studie handelte es sich um 332 Fremdsprachenerlernende aus der ganzen Welt, die zahlreiche unterschiedliche Fremdsprachen erlernten und einen Online-Fragebogen ausfüllten. Mithilfe eines passgenauen Strukturgleichungsmodells konnten die Zusammenhänge zwischen Freude, Angst und Desinteresse beim Erlernen einer Fremdsprache ermittelt werden. Das Verhalten der Lehrkraft wirkte sich positiv auf die Freude an der Fremdsprache bzw. am Fremdsprachenerwerb aus, wohingegen es keine sichtbare Auswirkung auf die Angst oder das Desinteresse gab. Lediglich die Angst hatte einen (negativen) Einfluss auf die Leistungen. Durch die Studie wurde die komplexe Beziehung zwischen dem Verhalten der Lehrkraft und positiven Emotionen im Fremdsprachenunterricht bestätigt.
Die Ursachen und Auswirkungen von Freude, Angst und Desinteresse an der Fremdsprache: Ein Ansatz der Strukturgleichungsmodellierung
Source abstract: Sources and effects of foreign language enjoyment, anxiety, and boredom: A structural equation modeling approach
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