Zum Schutz von Minderheitensprachen zielen Sprachpolitik und Planungsinitiativen häufig darauf ab, Sprachkenntnisse und den Gebrauch dieser Sprachen im öffentlichen Leben zu fördern. Der Erfolg solcher Maßnahmen hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehört zum Beispiel, inwieweit es durch die Maßnahmen gelingt, die Sprache unter den vorhandenen Sprechern (den sogenannten „Muttersprachlern“) zu erhalten und sie bei denjenigen wiederzubeleben, die die Sprache nicht mehr sprechen oder deren Muttersprache mittlerweile eine andere ist, die in der Regel zu ihrer dominanten Sprache geworden ist. Die Arbeit von politischen Entscheidungsträgern und Sprachplanern wird jedoch häufig durch soziolinguistische, sozioökonomische, soziogeografische und ideologische Unterschiede zwischen „Muttersprachlern“ und „Nicht-Muttersprachlern“, die eine Minderheitensprache neu lernen, erschwert. Anstatt eine einheitliche Sprachgemeinschaft zu bilden, sehen sich die beiden Gruppen oft als sozial und sprachlich inkompatibel. Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Dichotomie zwischen „Muttersprachlern“ und „Nicht-Muttersprachlern“ im Kontext zweier Minderheitensprachen: zum einen Irisch in der Republik Irland und zum anderen Galicisch in der autonomen Gemeinschaft Galicien.
Die Dichotomie zwischen Muttersprachlern und Nicht-Muttersprachlern im Kontext von Minderheitensprachen: Ein Vergleich zwischen Irisch und Galicisch
Source abstract: The native-non-native dichotomy in minority language contexts: Comparisons between Irish and Galician
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