Ziel dieses Beitrags ist es, eine Reihe linguistischer und pädagogischer Fragen zur Verwendung inklusiver Sprache im Spanischen, so insbesondere des Morphems -e in Pluralformen, zu erörtern und die Diskussion über dieses Thema zu fördern. Spanischsprachige Menschen erleben gegenwärtig einen Sprachwandel in Echtzeit und werden sich dessen zunehmend bewusst. Er betrifft die Verwendung morphosyntaktischer Elemente, die zu mehr Gleichstellung, Vielfalt und Repräsentation der Geschlechter sowie Diversität beitragen sollen. Dieser Sprachwandel wirkt sich unmittelbar auf die formale Bildung und Bildungseinrichtungen aus, die sich nicht einerseits von verschiedenen sozialen Akteuren unter Druck gesetzt sehen und andererseits vor dem Dilemma unterschiedlicher persönlicher Überzeugungen stehen: Sollen sie die sprachlichen Veränderungen, die in der gesellschaftlichen Praxis entstehen, fördern, ignorieren oder einschränken? Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit Bildungsbehörden professionell darauf vorbereitet sind, wissenschaftliche Diskussionen über inklusive Sprache im Bildungswesen anzuregen? Wie können Expert*innen aus dem Fachgebiet der angewandten Linguistik helfen? Unter besonderer Berücksichtigung dieser Fragen befindet sich unser Beitrag an der Schnittstelle zwischen Sprachwandel und dem fachlichen Wissen der Bildungsbehörden.
Inklusive Sprache im Spanischen als Interpellation an die Bildungsbehörden
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